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      Dr. Michael Hörner      
      FA FÜR DERMATOLOGIE, VENEROLOGIE, ALLERGOLOGIE      
      Hütteldorfer Straße 117 / 9  A-1140 Wien      

UVB-LICHTTHERAPIE

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  Biophysikalische Grundlagen    
  Anwendung    
  Nebenwirkungen    
  Kontraindikationen    
  Biophysikalische Grundlagen    

Grundlagen

Das im Vergleich zu reinem UVA-Licht prinzipiell energiereichere UVB-Licht dringt weniger tief in dir Haut ein, hat jedoch stärkere Wirkung und Nebenwirkungen. Die applizierten Lichtdosen betragen nur einen Bruchteil jener des reinen UVA-Lichtes.

Im Vergleich zu Psoralen-verstärkter UVA-Applikation erscheint der therapeutische Effekt des UVB-Lichtes dennoch oft geringer. Dies liegt wohl auch an unterschiedlichen Wirkmechanismen unter Betei-ligung des Psoralens.

 

 

UVB ist ein potenter Immunmodulator. Seine Wirkung dürfte – ähnlich UVA – teilweise auf Immunsuppression beruhen. Der Pigmentierungseffekt fällt jedoch geringer aus. UVB fördert zudem die physiologische Vitamin D-Synthese.

 

 

  Anwendung    

Varianten

 

Bestrahlungsvarianten

Je nach verwendetem UVB-Teilspektrum unterscheidet man Schmal- band oder Breitband-UVB; bzw. selektive UVB-Strahlung (SUP). Schmalband-UVB beschränkt die Lichtemission auf einen therapeu- tisch relevanten Bereich mit Emissionsmaximum 311 nm. Dadurch sollen mögliche Nebenwirkungen verringert werden. Die Bestrah- lungszeiten werden zugleich aber etwas länger. 

   

Indikationen

Indikationen

UVB-Licht kann in ähnlicher Indikation wie UVA oder PUVA verwendet werden; allerdings unter Verzicht auf zusätzliche medika- mentöse Gaben. Dies erlaubt z.B. eine Anwendung bei bestehender Leber- und Nierenerkrankung, oder auch bei Jugendlichen. Von einer Anwendung im Kindesalter (bis vollendetem 10. Lebensjahr) wird jedoch abgeraten.

 

Durchführung

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Durchführung

UVB-Bestrahlungen erfolgen gewöhnlich 3-4 mal pro Woche durch mehrere Wochen. Ein Vortest gibt Auskunft über die individuell verträgliche Anfangsdosis. Im Zuge der Behandlungsserie steigt die Lichtdosis langsam an, da die Haut sich zunehmend vor UV-Licht schützt.

Ausgangswert und Umfang der Steigerungsrate hängen vom individuellen Hauttyp ab; sie werden ärztlicherseits festgelegt und kontrolliert. Gegen Ende der Bestrahlungsserie können die Steigerungsraten geringer ausfallen, die wöchentlichen Expositionen seltener werden.

Die nachfolgende Tabelle zeigt Ausgangsdosen, Steigerungsraten und maximale Enddosen typischer UVB-Behandlungsschemata. Es handelt sich hier nur um Richtwerte; im individuellen Fall müssen die Dosen bzw. die Häufigkeit der Bestrahlungen angepasst werden:

 

 

   

UVB J/cm2

Mo

Di

Do

Fr

Forts

max.

Hauttyp 2-3

0,04

0,04

0,06

0,06

>>

0,2

Hauttyp 1-2

0,03

0,03

0,04

0,04

>>

0,1

   
       
  Nebenwirkungen    

Nebenwirkungen

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X

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Die Nebenwirkungen einer UVB-Therapie entsprechen grundsätzlich jenen der natürlichen UV-Einstrahlung. 

Milde Hautrötungen im Zuge der Therapie sind möglich, und erfordern eine Dosisanpassung. Überdosierungen sollen vermieden werden. Als Resultat einer Überdosierung kann es zu Sonnenbrand und potentieller Schädigung des Erbguts der hautbildenden Zellen kommen. Daher werden die therapeutisch verwendeten Dosen vorsichtig gewählt, nach dem Grundsatz:

So viel wie notwendig - so wenig wie möglich.

 
  Kontraindikationen    

Kontraindikationen

 

Als Kontraindikationen einer UVB-Therapie sind zu nennen:

   

 

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-

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-

 

 

 

-

bestehende Immunsuppression durch Medikamente;

gleichzeitige Strahlentherapie mit ionisierenden Strahlen;

frühere oder bestehende bösartige Hauttumore;

früherer oder bestehender medikamentöser Arsengebrauch;

durch Licht provozierbare Dermatosen (Porphyrien, Lupus erythematodes, Dyskeratosis follicularis Darier, Porokeratose usw.; Ausnahme: Polymorphe Lichtdermatose bei vorsichtiger Exposition);

Augenerkrankungen, im Besonderen Grauer Star (Cataracta).

Vor einer Anwendung bei Kindern wird abgeraten.

   
 

Allgemeine Hinweise zur UV-Therapie

Informationsblatt UVB-Therapie

 

 

 

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Letzte Aktualisierung der Seite: 25.02.2013