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      Dr. Michael Hörner      
      FA FÜR DERMATOLOGIE, VENEROLOGIE, ALLERGOLOGIE      
      Hütteldorfer Straße 117 / 9  A-1140 Wien      
  ÄSTHETISCHE DERMATOLOGIE   Druckvariante
  Ästhetische und indizierte Behandlungen    
  Hier erfahren Sie mehr über Behandlungen zum Thema:    
  Behandlung von Narben    
       
Narbenbildung
Konservative Behandlung
Invasive Behandlung
  Narbenbildung  

Narbenbildung

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Hautnarben entstehen als Reaktion auf Verletzungen oder operative Eingriffe, welche bis in die Schichte der Lederhaut (Corium) reichen. Im Gefolge der Verletzung bildet sich anfangs ein gut durchblutetes, rötliches Granulationsgewebe. Dieses wandelt sich im Laufe von Monaten zur gering durchbluteten, helleren, und zugfesteren Narbe. 

Narben sind Ersatzgewebe. Sie bestehen großteils aus kollagen- haltigem Bindegewebe, tragen aber keine Hautanhangsgebilde mehr  (z.B. Schweißdrüsen oder Haare). Die bedeckende Oberhaut ist relativ dünn und bildet kaum Melanin; daher sollen Narben vor über- mäßiger Sonnen- und Ultraviolett-Bestrahlung geschützt werden.

 

Hypertrophe Narbe

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Hypertrophe Narben

Bei manchen Menschen bildet sich zu viel Narbengewebe, welches verdickt über das Hautniveau hinausreicht. Man spricht dann von überschießender (hypertropher) Narbenbildung. Entwickelt sich eine Narbe über das ursprüngliche Wundgebiet hinaus, handelt es sich um ein sog. Keloid.

Bestimmte Hautareale scheinen eher gefährdet zu sein, eine hypertrophe Narbe zu bilden. Zu diesen Arealen zählen etwa Brust- und Decolleté-Bereich, oberer Rücken, Schultern und andere Gelenksbereiche, sowie Kinn und Ohrläppchen. 

Mögliche Ursachen verstärkter Narbenbildung sind: genetische Veranlagung (Hauttyp); Zugbelastung des Hautareals; Reizungen bzw. Entzündungen durch Fremdkörper oder Nahtmaterial, bakterielle Infektionen oder eigenes Hautkeratin (bei manchen Akneformen). Auch korrekt (lege artis) durchgeführte Operationen können bei manchen Patienten stärkere Narben verursachen.

 

Atrophe Narbe

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Atrophe Narben

Atrophe Narben sinken unter das Hautniveau ab, d.h. es entstehen bleibende Vertiefungen. Im Gefolge starker Akne mit ausgeprägten Entzündungsherden kann es neben hypertrophen auch zu atrophen, eingesunkenen Narben des Gesichts und Oberkörpers kommen. 

 

Med. Bedeutung

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Medizinische Bedeutung

Im Gegensatz zu lediglich ästhetisch störenden Narben stehen jene, die aufgrund ihrer Lokalisation oder Beschaffenheit eine medizinische Beeinträchtigung darstellen; z.B.

 

 

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Hypertrophe Narben mit starkem Überragen des Hautniveaus;

 

 

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Narben im Kopf-/Gesichtbereich;

 

 

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Narben in Gelenksbereichen: Sie können nach Verbrennungen oder Verätzungen entstehen, und die Beweglichkeit einschränken.

 
  Konservative Behandlung  

Konservative

Behandlung

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Hypertrophe Narben

Ziel konservativer Behandlungen ist die Verhinderung der überschie-ßenden Narbenbildung, bzw. die Substanzverminderung und Verflachung einer bereits entstandenen hypertrophen Narbe. 

Zu diesem Zweck stehen verschiedene Gewebe-erweichende Gele und Silikonauflagen zur Verfügung. Ihre Anwendung wird für mehrere Monate empfohlen; teils vorbeugend, aber auch nach Ausbildung einer hypertrophen Narbe.In speziellen Fällen können Corticoid-Cremes oder Druckverbände zur Anwendung kommen. Manchmal kann mit therapeutischen Maßnahmen auch zugewartet werden (watchful waiting), da Narben eine bestimmte zeitliche Entwicklung durchlaufen.

Um Bewegungeinschränkungen (Strikturen) durch gelenksnahe Narben vorzubeugen, sollen bereits während des Heilungsprozesses Maßnahmen ergriffen werden. Dazu zählen Bewegungsübungen, dermatologische Narbenbehandlungen, ev. auch Gewebsmassagen.

 

 

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Atrophe Narben

Konservative Behandlungen nicht effektiv.

 
  Invasive (eingehende) Behandlung

Invasive Behandlung

 

Hypertrophe Narben

 

 

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Infiltration:

Einspritzung von Triamcinolon (Depot-Corticoid) in die übermäßig entwickelte Narbe. Dadurch kommt es zu verminderter Kollagen-bildung im Narbengewebe. Zu erwarten sind binnen weniger Wochen eine merkliche Abflachung der Narbe, sowie die Besserung oder gänzliches Abklingen einer vorbestehenden Reizung. Die Infiltration kann nach Erfordernis mehrmals im Monatsabstand wiederholt werden. 

Mögliche Nebenwirkungen sind lokale Infektionen, und das atrophe Einsinken des behandelten Areals durch übermäßigen Verlust von Kollagengewebe .

 
 

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Exzision (operative Entfernung):

Die operative Behandlung kann bei überschaubarer Ausdehnung ambulant in Lokalanästhesie erfolgen. Ausmaß und Wahl des Naht- materials richten sich nach der Beschaffenheit der Narbe. Wie auch bei anderen dermatologischen Eingriffen, soll eine Infektion des Nahtareals vermieden werden; da sie erst recht zur Bildung weiterer Narben führen könnte.

Kleine hypertrophe Narben können zur Gänze exzidiert werden. Die verbleibende strichförmige Operationsnarbe sollte deutlich unauffäl- liger sein als die ursprüngliche Narbe.

Größere Narbenareale können in ihrer Ausdehnung zumindest verkleinert werden. Um zu große Hautspannungen zu vermeiden, kann die Narbenreduktion in mehreren Teilschritten erfolgen.

Abb.: Operative Narbenreduktion, schematisch. Die Schnittführung liegt innerhalb der Narbengrenzen. Als Resultat verbleibt eine deutlich schmälere und weniger störende Narbe.

 
    Narbenreduktion  
   

Grafik: Hörner. Zum Vergrößern anklicken. 

Keloide sind Narben mit stark ausgeprägter Wachstumstendenz. Ihre operative Behandlung kann sich schwierig gestalten, da sie atypisch auf invasive Eingriffe reagieren können. Von Fall zu Fall verschieden, scheinen verkleinernde Maßnahmen oft aussichtsreicher als die komplette Exzision eines Keloids.

 

 

 

Atrophe Narben

 

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Exzision (operative Entfernung):

Kleine atrophe Narben können zur Gänze in Lokalanästhesie exzidiert werden. Die verbleibende strichförmige Operationsnarbe sollte deutlich unauffälliger sein als die ursprüngliche Narbe.

 

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Laserbehandlung:

Stufenförmig eingesunkene Narben (z.B. nach schwerer Akne) bilden bei schrägem Lichteinfall deutliche Schattenkonturen. Glättung des Hautprofils und Schrägung der Stufenkanten durch ablative (abtra- gende) Laserbehandlung können eine deutliche optische Verbesse-rung bewirken.

 

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Unterspritzung:

Unterspritzung eingesunkener Narben bedeutet das Injizieren gewebeverträglicher Substanzen mittels dünner Nadel in das unterliegende Bindegewebe. So lassen sich Unterschiede des Haut-niveaus teilweise oder gänzlich ausgleichen. In Abhängigkeit vom verwendeten Mittel, klingt der ästhetische Effekt nach einer bestimmten Zeit jedoch wieder ab.

 

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Letzte Aktualisierung der Seite: 25.02.2013