.

Dr. Michael HÖRNER

Facharzt für Dermatologie, Venerologie und Allergologie

 

1140 Wien, Hütteldorfer Straße  117 / 9  

-

Alle Kassen und privat  -  Termine nach Vereinbarung

 

Tel. 789 26 54

Fax 789 26 54-18 

-

email: praxis@hautarzt-hoerner.at

D 246550  DVR 0999571

PATIENTENINFORMATION

EINVERSTÄNDNISERKLÄRUNG

UV-FOTOTHERAPIE

Patient/in: ______________________________________

geb.: ___ / ___ / _______

 

Information erfolgt durch behandelnden Arzt / Ärztin:

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient!

Ihr behandelnder Arzt hat bei ihnen folgende Diagnose gestellt:

Aufgrund der damit verbundenen Hauterscheinungen ist bei ihnen die Durchführung einer dermatologischen Lichttherapie geplant. Die gewählte Methode hat folgende Bezeichnung: Creme-PUVA-Therapie.

Was ist eine dermatologische Lichttherapie?

Es handelt sich um Bestrahlungstherapie unter Verwendung von Ultraviolett (UV)-Licht. Dessen Strahlen sind ein Teil des natürlichen Sonnenlichts. UV-Licht ist  für das menschliche Auge nicht sichtbar, kann jedoch therapeutisch angewendet werden. Ziel der UV-Therapie ist das Abklingen ihrer Krankheitssymptome. - Oft genügt die Durchführung eines einzigen, mehrwöchigen Behandlungszyklus; in anderen Fällen kann die Lichttherapie periodisch wiederholt werden.

Wie wird eine UV-Lichttherapie durchgeführt?

Bestrahlungen erfolgen 3-4 mal pro Woche; Ganzkörperbestrahlungen in einer Kabine, Bestrahlungen der Hände und Fußsohlen an Hand- und Fußgeräten. - Die Lichtdosis wird ärztlicherseits festgelegt. Sie liegt von Beginn an unter jener individuellen Dosis, die zu einer Hautrötung führt (minimale Erythem-Dosis). Steigerungsraten und Zieldosis werden dem jeweiligen Hauttyp angepasst. Der Therapieverlauf wird regelmässig kontrolliert, die erforderlichen Lichtdosen ggf. angepasst. Ist das therapeutische Ziel erreicht, kann die Lichttherapie schrittweise (weniger häufige Bestrahlungen) beendet werden. - Begleitend erfolgt Hautpflege mit Salben und ev. Ölbädern.

Nähere Erklärung zum gewählten Verfahren

Die Abkürzung „PUVA“ ergibt sich aus: "Psoralen" + UVA (Ultraviolett-A Licht). - Psoralene sind lichtsensibilisierende Substanzen, welche den Effekt des (relativ schwach wirksamen) UVA-Lichts verstärken und im Sinne des therapeutischen Effekts modulieren. - Auf definierte Hautpartien wird eine Psoralen-hältige Creme aufgetragen; ca. 20 min. später erfolgt eine UVA-Bestrahlung.  Wichtig: Die Psoralen-hältige Creme darf von Mal zu Mal stets nur auf dieselben Hautpartien aufgetragen werden, ohne auf bisher unbehandelte Areale zu gelangen; sonst könnte es bei höheren Lichtdosen zu verbrennungsartigen Erscheinungen kommen! - Vorteil dieser Methode ist die Vermeidung systemischer Nebenwirkungen.

Mögliche Nebenwirkungen einer UV-Therapie

UV-Therapien haben ähnliche Effekte und Nebenwirkungen wie natürliches UV-Licht. Während unkontrollierte Sonnenexposition jedoch schädliche Sonnenbrände, vorzeitige Hautalterung und manchmal Hauttumore bewirken kann, bedeutet die medizinisch kontrollierte UV-Anwendung ein Abwägen von Nutzen und Risiko. Die Lichtdosen werden so gewählt, daß Nebenwirkungen möglichst vermieden werden. Dennoch ist Patienten, die bereits Haut­tumore hatten, von einer UV-Therapie abzuraten. Jährliche Kontrolle des Hautbildes und seiner Male wird empfohlen.

Vorsichtsmaßnahmen im Zuge einer UV-Lichttherapie

Während jeder Bestrahlung muß eine UV-Schutzbrille getragen werden; sie wird von uns zur Verfügung gestellt. Bei Ganzkörper- bestrahlungen werden im Regelfall Gesicht und Genitalbereich abgedeckt. Werden nur ausgesuchte Hautpartien bestrahlt, soll ihre Kleidung stets in gleichem Ausmaß die übrigen Körperabschnitte abdecken. Haben Sie Bestrahlungstermine versäumt, muß das Dosisschema angepasst werden. An Tagen, an denen UV-Therapien durchgeführt werden, ist natürliches Sonnenlicht möglichst zu meiden. Kosmetische Solarien sollen während der Lichttherapie nicht benützt werden.

Alternative Methoden zur UV-Lichttherapie

Spezifische (medikamentenhältige) oder inerte (medikamentenfreie) Salben, Cremes oder Bäder ergänzen eine Lichttherapie, bzw. können diese - in Abhängigkeit von der Diagnose - ersetzen. - Retinoid-Medikationen kommen alternativ bei Psoriasis vulgaris und anderen Krankheitsbildern zur Anwendung, soferne keine Kontraindikation besteht. Cortison wird häufig bei ekzematischen Hauterkrankungen für einen bestimmten Zeitraum verwendet.

Bestätigung der Patientin / des Patienten:

Ich wurde vom behandelnden Arzt (s.o.) eingehend – persönlich mündlich und schriftlich – über Durchführung, Wesen, Nutzen und Risiko einer Ultraviolett-Lichttherapie aufgeklärt; desgleichen über therapeutische Alternativen. Ich habe die gegebenen Informationen sowie den Inhalt des Aufklärungsbogens verstanden, habe dzt. keine weiteren Fragen und bin mit der Durchführung der genannten Therapie einverstanden.

Wien, am ___ / ___ / ________

Unterschrift Patient / Patientin